Wirkungsorientierung in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit.

Eine Studie und ihr Follow-up.

Hintergrund

Wie kann entwicklungspolitische Inlandsarbeit besser, effektiver und qualitativ hochwertiger geleistet werden? Diese Frage treibt die Szene entwicklungspolitischer Inlandsarbeit seit vielen Jahren um.  

Ausgelöst durch die Aid Effectiveness Debatte und verstärkt durch die Paris-Deklaration über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit sowie den Aktionsplan von Accra wurde zunächst in der Entwicklungszusammenarbeit, zeitlich leicht versetzt dann auch in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit der Ansatz der Wirkungsorientierung propagiert.  

Mit diesem Ansatz verbindet sich die Vorstellung, die Qualität von Maßnahmen über die bewusste Planung von Wirkungen und eine sich auf diese Planung beziehende Wirkungsanalyse sicherstellen und weiterentwickeln zu können: Projekt- bzw. Maßnahmenverantwortliche sollen sich zum einen klarer darüber werden, was sie erreichen wollen und können, und ihre Ressourcen entsprechend fokussiert einsetzen. Zum anderen sollen sie Veränderungs- und Weiterentwicklungspotenziale erkennen können, um die Projektarbeit ggf. noch „wirkungsvoller“ gestalten zu können.  

Doch was kann in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit konkret als Wirkung geplant und analysiert werden? Diese Frage ist aufgrund der Komplexität und Selbstreferentialität menschlichen Lernens und der sich daraus ergebenden methodischen und methodologischen Herausforderungen nicht trivial.  

In den Jahren 2011 und 2012 fanden zwei zentrale Konferenzen statt, in denen Stakeholder aus Nichtregierungsorganisationen, Fördergeber und Wissenschaft gemeinsam darüber diskutierten, was in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit als Wirkung konzipiert und analysiert werden kann.  

Bestärkt durch Debatten in der VENRO Arbeitsgruppe Bildung Lokal/Global entstand im Nachgang zu diesen Konferenzen der Wunsch, sich im Rahmen eines Forschungsvorhabens mit Fragen von Wirkungen entwicklungspolitischer Inlandsarbeit und Möglichkeiten der Wirkungsbeobachtung in diesem Feld systematischer auseinanderzusetzen.  

2016 wurde dieses Forschungsvorhaben unter dem Titel „Wirkungen und Methoden der Wirkungsbeobachtung in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit“ mit einer Laufzeit von Mai 2016 bis September 2018 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Auftrag gegeben.